Sonntag, 26. November 2006 13:19
So. Gestern war also Wohnungseinweihung von Andes. Also Anja aus der Stadt abholen und ab nach Kreuzberg. Das tolle an Kreuzberg ist, dass es dort Samstagabend gegen 23:00 Menschen auf den Straßen gibt. Die gehen durch die Gegend, kucken sich was an, reden miteinander …
Flo aus dem Theater abholen und nach dem netten und freundlichen kennen lernen von Claudia ab zu Andes. So wirklich viele waren wir nicht, aber schon nach dreizehn Minuten klingelte schon die Nachbarin, dass es ihr zu laut wäre. Also haben wir in der Küche eine Jam-Session hingelegt, die wirklich viel Spaß gemacht hat. Ein Grillrost eignet sich im Übrigen super als Perkussions-Instrument. Leider hat sich Anja da noch nicht so getraut, mit einzusteigen, aber sie saß mit dabei und das war schon cool - Bier alle.
Auf dem Weg zur Tanke versuchten wir erstmal unser Glück beim Dönermann, der aber absolut nicht mit sich handeln lassen wollte - ist doch komisch für einen Türken, oder?! Aber eine Flasche Wein haben wir bei ihm dann doch gekauft. Weiter zur Tanke und dann mit zwei Trägern leckerstem Beck’s zurück. “Hab zwar kein Hunger, aber ich ess’ jetzt trotzdem bei Curry 36 einfach mal ne Currywurst.”, sagte Flo und stellte sich beim Stehimbiss in die Schlange. Unsere Getränke stellten wir auf einen dieser Stehtische und da kam Flo auch schon wieder an - mit zwei zerbrochenen Brillengläsern und sagte: “Ey Claus, ruf mal die Bullen, ich hab gerade auf die Fresse gekriegt.” Claus telefonierte also mit den Ordnungshütern und ich konnte ihm gerade noch die magische Formel zuflüstern: “Wir brauchen Hilfe!” Irgendwie ist das einer der Sätze, bei dem die Police rot sieht und sofort kommt. Und schon waren zwei Mannschaftstransporter und ein Rettungswagen vor Ort. Der vermeintliche Schläger war mittlerweile in der Schlange auf Platz Eins vorgerückt und bekam gerade seine Wurst, als er von den Einsatzkräften auch schon in den Wagen gerufen wurde: “Und die Wurst? Soll ich die jetzt wegschmeißen?”, waren seine letzten Worte. Ein paar andere Wurstfreunde hatten sich in der Zwischenzeit mit uns verbrüdert und so hatten wir auch einen echten Augenzeugen für die Schandtat. Lustigerweise nahm die Polizei den Karate-Tiger-Fan (Ü40) auch gleich mit. Seine Kumpels sahen ziemlich blöde aus dabei, aber die konnten ja nun nicht so viel dafür.
Die Biere hatte ich retten können, aber vom ungeöffneten Wein war nur die leere Hülle übrig, als wir ihn am Stehtisch abholen wollten.
Zurück bei Antes freuten sich alle über das Bier und die tolle Geschichte dazu und etwas später zog es Anja und mich ins Bett - Ja. Jeden in das Eigene und so machten wir uns auf den Rückweg. Drei Mal umsteigen und einen langen Fußmarsch später war es um sechs und ich war zu Hause - Tolles Gefühl.
Ach Flo, hier noch die Links, von denen ich gestern geredet habe:
Jammin*Inc
Leroy räumt auf